Die Widdersdorfer Interessengemeinschaft e.V. (WIG), gegr. 11.12.1991, vertritt die Interessen der Widdersdorfer Bürgerinnen und Bürger gegenüber der Stadt Köln. Ihr Anliegen ist die aktive Mitgestaltung bei der ständigen Erweiterung durch neue Baugebiete, der Verkehrsplanung, Kindergarten- und Schulplätze und allen Fragen, die die Einwohner von Widdersdorf betreffen.

Die Widdersdorfer Interessengemeinschaft e.V. ist nicht zu verwechseln mit der Dorfgemeinschaft Widdersdorf e.V., die sich der Brauchtumspflege, dabei insbesondere dem Karnevalszug und dem Festzelt, widmet, sowie diverse Veranstaltungen und Feste organisiert. Dort, wo sich beide Vereine ergänzen ergänzen, arbeiten wir auch gerne schon mal zusammen.

Die Entstehungsgeschichte der WIG

Die Grundlage für die Gründung der Widdersdorfer Interessengemeinschaft e.V. am 11.12.1991 war der Wunsch, gegenüber der Stadt Köln mehr Mitsprache in den Belangen des Ortsteils Widdersdorf zu schaffen. Dabei ging es darum den spürbaren Folgen der jahrelangen „Abgeschiedenheit“ vom eigentlichen Köln entgegen zutreten. Seit der Gebietsreform 1975 war Widdersdorf fast in einen Dornröschenschlaf versunken, da die Stadt Köln sich den tatsächlichen Problemen einer Randgemeinde offensichtlich nicht annahm. Die WIG hatte sich mutig vorgenommen die überwiegend infrastrukturellen, stadtplanerischen und gestalterischen Defizite des fraglos kleinen Stadtteils aufzuarbeiten, konkrete Lösungsvorschläge hierfür gemeinsam mit den Widdersdorfer Bürgern zu erarbeiten, diese dann den beteiligten Gremien auf politischer und verwaltungstechnischer Verantwortungsebene vorzutragen und gemeinsam umzusetzen.

Ergebnisse dieser Arbeit waren ein „Städtebauliches Planungskonzept für Widdersdorf“, das derzeit fortgeführt wird und sich in einer Gesamtkonzeption für den Ortsteil Widdersdorf in der Zukunft niederschlagen soll. Das Planungskonzept befasst sich mit der verkehrstechnischen Infrastruktur (Öffentlicher Nahverkehr und Individualverkehr), der Lärmemission bedingt durch den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn (BAB 1), den bestehenden und zukünftigen Siedlungsstrukturen (Ausbau Widdersdorf-Süd), den gestalterischen Möglichkeiten von grünräumlichen Strukturen (Grünflächen), den örtlichen Infrastrukturen wie Kindergärten, Kinderspielplätze, Schulen, Altenfürsorge (Alteneinrichtungen / betreutes Wohnen), Gemeindekultur, Sport, Einzelhandel, etc.

Ergebnisse dieser Arbeit waren ein „Städtebauliches Planungskonzept für Widdersdorf“, das derzeit fortgeführt wird und sich in einer Gesamtkonzeption für den Ortsteil Widdersdorf in der Zukunft niederschlagen soll. Das Planungskonzept befasst sich mit der verkehrstechnischen Infrastruktur (Öffentlicher Nahverkehr und Individualverkehr), der Lärmemission bedingt durch den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn (BAB 1), den bestehenden und zukünftigen Siedlungsstrukturen (Ausbau Widdersdorf-Süd), den gestalterischen Möglichkeiten von grünräumlichen Strukturen (Grünflächen), den örtlichen Infrastrukturen wie Kindergärten, Kinderspielplätze, Schulen, Altenfürsorge (Alteneinrichtungen / betreutes Wohnen), Gemeindekultur, Sport, Einzelhandel, etc.

Was konnte in den Jahren seit Bestehen der WIG erreicht werden?

1.) Unter aktiver Unterstützung der Widdersdorfer Bürger wurde nach mehr als 25 Jahren Planungszeit grünes Licht für den notwendigen Ausbau der Umgehungsstrasse L 213n  im November 2001 erreicht. Nach Fertigstellung der Autobahnbrücke über die BAB 1 im Januar 2003 wurde am 16.9.2004 die Umgehungsstrasse durch den NRW-Verkehrsminister Axel Horstmann vollständig für den Verkehr freigegeben. 

2.) Tempo 30 mit eindeutigen Vorfahrtsregelungen konnte im gesamten Ortsteil gegenüber der Verwaltung der Stadt Köln gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen des Ortes genauso wie ein LkW-Durchfahrtsverbot über 3,8 t durchgesetzt werden. Dabei verzichtete man auf sogenannte „Fahrbahnschwellen“ und setzte auf ein Konzept von Parktaschen wie es die WIG in ihrer „Städtebaulichen Konzeption“ von 1993 empfohlen hatte.

3.) An verkehrskritischen Punkten wurden zusätzliche Fußgängerquerungen und Kreisverkehre durchgesetzt. Dabei kam es auch zur Umsetzung und Erprobung von sogenannten Minikreisel, die zunächst belächelt wurden, nachweislich aber zur Verkehrsicherheit und Verkehrsberuhigung beigetragen haben.

4.) Die Pflege und Instandhaltung der „Marienhäuschen“ ist eine weitere Aufgabe genauso wie die Aufstellung und der Erhalt von innerörtlichen Bänken bzw. von Bänken in der Feldflur.

5.) Die Aufstellung eines Ortsplanes vor dem Friedhof soll Besuchern und Neubürgern die Möglichkeit des Überblickes und des Auffinden von Freunden bzw. des gesuchten Zieles ermöglichen. Der Ortsplan wurde aktualisiert und umfasst alle derzeitigen Wohngebiete – auch die, die sich erst im Bau befinden. Ein Buswartehäuschen direkt in der Nachbarschaft benötigte fast drei Jahre für die Realisierung. Ein von der WIG aufgestelltes Provisorium sorgte in dieser Zeit für Medienwirksamkeit.

6.) Schon früh wurde von der WIG das Medium Internet erkannt. Seit dem 1.4.1996 ist die WIG im “world wide web”, wie Sie als derzeitiger Besucher feststellen können.

7.) Zwei Aktionen sollen an dieser Stelle nicht vergessen werden, denn sie zeigen die innerörtliche Zusammenarbeit der Vereine. Dies sind die Aktionen zum 1. Mai (Maibaum) und zum 1. Advent (Weihnachtsbaum), den die Dorfgemeinschaft Widdersdorf und die Freiwillige Feuerwehr gemeinsam mit der WIG gestalten.

Seit der Gründung ist die WIG kontinuierlich gewachsen. Über zweihundert Bürger von Widdersdorf sind Mitglied. Für Politik und Verwaltung in Köln sind wir ein Beispiel für tatkräftiges ehrenamtliches Engagement geworden, für dessen Einsatz zum 10 jährigen Bestehen sich Herr Fritz Schramma, Oberbürgermeister Köln, in einem Grußwort bedankte.

Abschließend möchten wir Sie “Op Kölsch” zum ehrenamtlichen Engagement in der WIG aufrufen:

“Et jöv su mänches ze verzälle,
wat he die WIG am Rand vun Kölle
jedonn hät en dä verjangene Johre.
Doch mut Ehr Üch ens selver froge
Ov Ehr nit och jän dobei wollt sin.
Dröm kutt doch einfach bei uns hin.
Ehr künnt jot schruve, näle, säje?
Ehr sit och jot em Blome fläje?
Sid jot ze Foß för Breefjer uszedrage?
Üch schleit kei Wedder op de Mage?
Dann flöck der Mantel aanjetrocke
Un maht Üch zo uns op de Socke.
Mer bruche dringend su en Lück
Et koss nit vill, bloß e bessje Zick.
Wann künne mer Üch endlich bejröße met Freud,
domet dat de WIG noch lang wigger besteit.”

Texte und mundsprachlicher Hinweis basieren auf Inhalten
der Jubiläumsbroschüre zum 10 jährigen Bestehen der WIG.